
Knigliche Luftwaffe bombardiert Sylt:
Der erste englische Luftangriff auf Deutschland fand am 19. Mrz 1940 auf Sylt statt.
Ein deutsches U-Boot war in das Allerheiligste der Royal Navy, bis in die Bucht von Scapa Flow
 vorgedrungen und hatte den Flugzeugtrger "Ark Royal" versenkt. Danach gab es noch einen Luftangriff auf den
 britischen Flottensttzpunkt auf den Orkney-Inseln. 15 Bomber des auf Westerland stationierten Kampfgeschwarders 13 
hatten 121 Bomben abgeworfen. Deshalb galt die erste Vergeltung aus der Luft Sylt. Die erste Welle erreichte Sylt um
19.57 Uhr, die zweite 20.54 und die dritte um 21.16 Uhr. 124 Bomben und 1200 Brandstze wurden abgeworfen,
doch genau wie die Deutschen nach Scapa Flow, so bauschten auch die Briten ihren Erfolg auf.
Die eigentlichen Ziele, der Hindenburgdamm, der Flugplatz, das Munitionslager und der Schwimmkran blieben unbeschdigt.
Es ist lediglich eine Holzhtte abgebrannt und ein Haus wurde zerbombt. Aber seit dem war das Tabu zerstrt, 
der Krieg gegen die Zivilbevlkerung wurde von beiden Seiten begonnen. 


Sylt in den Kriegen des 20.Jahrhunderts 

Es hat wohl kaum eine andere Nordseeinsel so viel durch das Militr gelitten wie Sylt.

Noch heute sind in den Dnen und an einigen Strnden berreste militrischer Anlagen aus dem 2. Weltkrieg zu sehen.
Schon im Ersten Weltkrieg wurde Sylt in die Planungen der Kaiserlichen Marine einbezogen,
wobei man auch den Bau eines Eisenbahndammes zum schnellen Transport militrischer Gerte und Truppen erwog. 
Heereseinheiten und Inselwachten meist aus Insulanern bestehend wurden in List, Hrnum und Westerland stationiert.
Die Soldaten wurden in Baracken untergebracht, die einen Anschluss an die Inselbahn besaen.

Es wurden entlang der Kste schwere Batterien und militrische Einrichtungen aufgestellt,
in der Hoffnung die Englnder von einer Invasion abzuhalten. In List wurden eine Marineflugstation mit sehr groen
Flugzeughallen, Ablaufbahnen fr Wasserflugzeugen und Kasernen aufgebaut. Sehr Umfangreich aber waren die militrischen
 Eingriffe in der Zeit des dritten Reiches. In abseits gelegenen Hrnum wurde ein Fliegerhorst fr Wasserflugzeuge
 eingerichtet, mit einem mchtigen Flugzeugkran, Flugzeughallen, Werksttten sowie einem umfangreichen Kasernenkomplex fr das Personal. Auf den Dnen standen Flakbatterien und mchtige Bunker, die heute immer noch teilweise begehbar sind (die wir als Kinder mancherorts als Spielplatz -verbotener Weise- freigegraben haben und untersucht haben).

Ein Fliegerhorst mit Kasernen wurde auch in Rantum angelegt.
Hier musste erst eine Start- und Landebahn fr Wasserflugzeuge angelegt werden, was durch das bekannte Rantumer-Beckens,
heute ein groes Naturschutzgebiet, geschah. Der ca. 5 km lange Deich, den wohl schon viele Feriengste beim Spaziergang abgeschritten haben,
wurde 1936 fertiggestellt. Doch das Becken erfllte dann doch nicht ihren Zweck.

Die Marineflugstation in List hatte, zunchst zunchst in eine zivile Anlage umgewandelt,
die Niederlage des 1. Weltkrieges berdauert und wurde nun als Seefliegerhorst umfangreich ausgebaut.
Grosse Hallen, ein Flugzeugkran, Reihen uniformer Huser am Dnenrand und in benachbarten Dnentlern,
ein Kasernenkomplex Mwenberg und eine Betonstrasse durch das Listland bis zum Ellenbogen beeintrchtigten den bis dahin
 einsamen nrdlichen Inselteil erheblich. Noch mehr Platzanspruch bentigte aber der Ausbau des zunchst kleinen Westerlnder
Flugplatzes am Friedrichshain zu einem mit entsprechenden Einrichtungen und Landebahnen versehenen Militrflugplatz,
der sich zwischen Westerland, Keitum und Munkmarsch ber viele Quadratkilometer erstreckte und die ganze Inselmitte
in Anspruch nahm. Bei den Einplanierungsarbeiten wurden auch eindrucksvolle Denkmler der Sylter Vor- und Frhgeschichte
vernichtet, so die bronzezeitlichen Grabhgel der Thinghooger und die nach Keitum verlegte Steinzeitkammer Harhoog.
Viele Tausende von Soldaten der Luftwaffe und Marine bevlkerten Sylt, das whrend der Kriegsjahre fr Kurgste nicht
zugnglich war.